Freitag, 10. Juni 2011

Geschafft: Der wichtige Sieg in Spiel 5

Der wichtige Sieg in Game 5 ist erreicht. Die Finals sind bester Basketball, wobei die Mavs derzeit immer die besseren Antworten haben.

Im letzten Blog hatte ich mich mit den wichtigsten Faktoren für die letzten drei Spiele beschäftigt, und die Einschätzung war recht solide. Beide Teams konzentrierten sich mehr auf die Offense, wobei Dallas vor allem im Bereich Rebounds mit 26 zu 36 (4 zu 9 offensiven) Rebounds eine deutliche Schwäche offenbarte. Allerdings gelang es den Mavs DWade und die anderen Offensivkräfte der Heat recht guter unter Kontrolle zu behalten. Dagegen überzeugte Dirk mit 29 Punkten erneut. Die Heat haben keine Antwort auf ihn!

Dallas hat den Wurfrhythmus gefunden, eine Feldqurfquote von 56% und eine 3er-Quote von 68% (13 aus 19) spricht Bände. 5 Spieler punkteten zweistellig und Jason Terry zog wieder seine Q4-Show ab. Aber auch Barea setzt den Heat mit seinen Dribblings mächtig zu und überzeugte wie in der Lakers-Serie. Da auch Marion, Chandler und Kidd solide trafen, ist die Optionsvielfalt der Mavs einfach zu viel für die Heat-Defense. Stevenson fiel zwar diesmal etwas ab und Brian Cardinal der gradios kämpfte hatte mit seinen Aktionen bei den Schiedsrichtern etwas Pech.

Auch Fortuna war auf der Seite von Dallas, so traf Terry zweimal unglaubliche Würfe und LBJ kann nicht mehr in Q4 punkten.

Das Trainerteam von Dallas hat erneut eine gute Leistung gezeigt und die Mavs haben jetzt bei zwei ausstehenden Spielen eine gute Chance auf die (verdiente) NBA-Meisterschaft. Oder wir die Amerikaner sagen: World Champion!


Für das Bild: Dank an die pokerstrategy-Community

Mittwoch, 8. Juni 2011

Dallas schafft das 2:2: wie geht es weiter?

Eine der engsten Finalserien der NBA-Geschichte läuft gerade. Nach den ersten 4 Spielen - und einem Stand von 2:2 - haben die Heat 356 und die Mavs 351 Punkte erzielt. Erstaunlich ist vor allem die Defense beider Teams, die im Schnitt den Gegner unter 90 Punkten halten können.

Den Wurfquoten beider Teams sieht man dies an. Nur in Game 2 erreichten die Quoten nahe 50%, sonst trafen beide Teams nur jeweils 40% ihrer Würfe.
Bei den Rebounds gibt es keine klare Tendenz, zweimal waren die Heat bzw. die Mavs stärker unter den Körben. Auch in den anderen Kategorien (Assists, Steals, Blocks und Turnovers) ist keine deutliche Tendenz auszumachen.

Allerdings wird die Serie auf beiden Seiten von einem Spieler getragen: bei den Mavs ist dies natürlich Dirk Nowitzki und bei den Heat DWade. Nicht nur bei den Punkten, sondern vor allem in der +/- Kategorie (die aussagt, wie effektiv ein Team war, während der Spieler auf dem Feld stand) führen sie ihre Teams an. Dirk zeigt in diesen Playoffs den besten Basketball seiner Karriere!

Wenn man sich die Mavs ansieht, so erreicht Tyson Chandler langsam die X-Factor-Rolle die ihm einige Beobachter zugetraut hatten. In Spiel 4 konnte er Chris Bosh recht gut kontrollieren, scorte selbst und holte 9 offensive Boards. "The Matrix" verteidigt brilliant gegen LBJ und DWade und punktet auch selbst - eine überzeugende Leistung. Jason Kidds Verteidigungsarbeit ist für einen 38jährigen unglaublich, aber offensiv hat er überraschend viele Ballverluste und kein sicheres Händchen (eine Steigerung erscheint aber möglich). Stevenson ruft seine Defensivleistung ab und traf in Game 4 zudem wichtige Dreier. Jason Terry bringt Punkte von der Bank, auch wenn seine Defensivarbeit gegen DWade nicht ausreicht. Haywood, der sich in Spiel 2 verletzte (in Game 3 nicht auflief und in Game 4 kein Faktor war) kann hoffentlich kuriert noch einige Minuten pro Spiel verteidigen. Barea überzeugt nicht und reisst keine Lücken in die Abwehr - wie noch gegen die Lakers. Peja Stojakovic ist ein Totalausfall und wird in der Serie jetzt wohl nur noch die Bank wärmen. Brian Cardinal wird als Dirks Backup einige Minuten bekommen und falls Haywood nicht gesundet, erhält Mahimi noch einige kurze Einsätze. Ich würde mich freuen, wenn Brewer auch noch eine Chance bekommen würde - da er die Position 2 und die 3 recht effektiv verteidigen kann.

Den Mavs gelingt es nicht DWade auszuschalten, allerdings können sie die Kreise von LBJ und Chris Bosh recht gut kontrollieren. Von der Defensivarbeit von Dallas bin ich sehr angetan - von einigen Aussetzern abgesehen.

Leider sind die Supportkräfte der Heat effektiver als allgemein erwartet. So traf Chalmers in Spiel 1 drei wichtige Dreier (zudem vier in Spiel 3) und Bibby versenkte in Spiel 2 gar vier Dreier. Haslem kann nach seiner Verletzung schon wieder überraschend gut gegen Dirk verteidigen und auch Anthony ist ein ordentliches Bollwerk. Allerdings ist Mike Miller noch weit von seiner alten Form entfernt.

Was wird die jetzt anstehende Best-of-3-Serie entscheiden?

1) Die Defensivarbeit, vor allem in der Help-Defense.
2) Wer kann den Star des Gegners am Besten ausschalten.
3) Findet ein Team seinen Wurfrythmus.
4) Das anstehende Spiel 5 sorgt für eine Vorentscheidung, da der Verlierer zwei Spiele in Folge gewinnen müsste.
5) Die Arbeit der Trainer (die Umstellungen bei Dallas für Spiel 4 waren brilliant).
6) Leider: die Schiedsrichter (die in allen Spielen ein Team leicht bevorzugt haben).
7) Die Glücks- und Schicksalsgöttin Fortuna!


Sei Fortuna mit uns!!!!!!!!!!!!!!!

Was richtig Spaß macht: NL Single Draw

Nachdem ich in den letzten Monaten vor allem - und eigentlich auch ganz erfolgreich - PLO gespielt habe, wollte ich mal wieder was Neues ausprobieren.

Ich habe schon so einiges durch, von meiner Leidenschaft für Badugi hatte ich ja schon berichtet. So spielte ich einige Tage SNGs, in diversen Varianten, die ich mehr oder weniger gut beherrsche (NLH, PLO, aber auch PLO H/L und Badugi und Triple Draw, wenn mal ein Tisch voll wurde).

Dabei bin ich auch auf die Heads Up-Tische gestossen und nach einigen PLO und Badugi-HU habe ich - mehr aus Zufall - angefangen NL Single Draw HU zu spielen.

Da ich Triple Draw kann (und natürlich den epischen Beitrag von Daniel N. aus Super System 2 kenne...) geht es vor allem darum die Handstärke auf Single Draw und dann auch noch auf Heads Up zu adaptieren. Zudem ist es No Limit, was bedeutet, dass man schon aufpassen muss, dass man sich nicht verballert.

Lustigerweise wussten fast die Hälfte der Gegner - auf den kleinen Limits - nicht wirklich was gespielt wird (einige hatte wohl gedacht sie kommen an einem 5 Card Draw-Tisch). So habe ich ganz erfolgreich gegrindet und bin dann auch an die Cash Game-Tische gegangen, die allerdings mit einigen Regs täglich gefüllt sind. Auch wenn normalerweise nur 2 bis 3 Tisch offen sind, entwickelt sich eine ganz schöne Action.

Ich kann jedem nur empfehlen sich mit NL Single Draw zu beschäftigen, denn es macht 1) furchtbar viel Spaß, 2) es gibt immer noch einige Fische, 3) die Action geht schnell und man spielt deutlich über 100 Hönde die Stunde.
Zudem kann ich mir vorstellen, dass - ähnlich wie bei Badugi - die nächste Pokerwelle wieder in Richtung Drawpoker schwappt und man sich deshalb ein wenig vorbereiten sollte.

Zur Theorie und einigen Tipps komme ich die kommenden Tage!